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Sonnencreme: Richtig angewendet macht sie den Unterschied

Veröffentlicht: 2025-03-25 · 3 Min. Lesezeit

Zusammenfassung: Wenn Hautärzte nur ein einziges Anti-Aging-Produkt empfehlen könnten, würden die meisten Sonnenschutz wählen. UV-Strahlung ist die Hauptursache der…

Wenn Hautärzte nur ein einziges Anti-Aging-Produkt empfehlen könnten, würden die meisten Sonnenschutz wählen. UV-Strahlung ist die Hauptursache der Hautalterung (Photoaging) und steht in direktem Zusammenhang mit der Entstehung von Hautkrebs.

Die zwei Arten von UV-Strahlung

UVA (Wellenlänge 320–400 nm)

  • Dringt tief in die Dermis ein und zerstört Kollagen
  • Hauptverursacher von Falten, Elastizitätsverlust und Pigmentflecken
  • Durchdringt Wolken und Fensterscheiben – 365 Tage im Jahr zu meiden
  • Schutzgrad wird mit PA-Index (getrennt vom SPF) angegeben

UVB (Wellenlänge 280–320 nm)

  • Wird in der Epidermis absorbiert
  • Mit Sonnenbrand, Hautrötung und Hautkrebs verbunden
  • Im Sommer und bei klarem Wetter mittags am stärksten
  • Schutzgrad wird mit SPF angegeben

Was SPF und PA bedeuten

SPF (Sun Protection Factor)

UVB-Schutzfaktor. Bei einer Haut, die ohne Sonnenschutz in 10 Minuten rötet, bedeutet SPF 30: 30 × 10 Minuten = 300 Minuten bis dieselbe UVB-Menge die Haut erreicht.

  • Alltag: SPF 30–50
  • Outdoor-Aktivitäten/Baden: SPF 50+

PA (Protection Grade of UVA)

UVA-Schutzklasse, ursprünglich aus Japan.

  • PA+: geringer Schutz
  • PA++: mittel
  • PA+++: hoch
  • PA++++: sehr hoch (aktuell höchste Stufe)

Europäische Produkte verwenden PPD und das UVA-Kreiszeichen.

Die zwei Arten von Sonnenschutzfiltern

Chemische (organische) Filter

  • Absorbieren UV-Strahlung und wandeln sie in Wärme um
  • Wichtigste Inhaltsstoffe: Avobenzon, Oxybenzon, Ecamsule
  • Vorteil: Leicht, kein Weißfilm
  • Nachteil: Manche Inhaltsstoffe können reizend wirken; Wirkung setzt 20–30 Minuten nach dem Auftragen ein

Physikalische (mineralische) Filter

  • Reflektieren/streuen UV-Strahlung
  • Wichtigste Inhaltsstoffe: Zinkoxid, Titandioxid
  • Vorteil: Sofortiger Schutz, geringe Reizung (geeignet für empfindliche Haut)
  • Nachteil: Weißfilm, schwere Textur

Heutzutage sind viele Sonnenschutzprodukte eine Kombination beider Filterarten und gleichen Vor- und Nachteile aus.

Der häufigste Fehler bei Sonnenschutz: Zu wenig auftragen

Studien zeigen, dass die meisten Menschen nur 20–50 % der empfohlenen Menge auftragen. Der Standard liegt bei 2 mg/cm² auf dem gesamten Gesicht. Das entspricht etwa 1/4 Teelöffel (1,2–1,5 ml) für ein Erwachsenengesicht.

Zu wenig aufgetragen bietet selbst SPF 50 in der Praxis nur einen SPF-10-bis-15-Schutz.

Richtiger Umgang mit Sonnenschutz

  1. Letzter Schritt der Routine: Nach der Feuchtigkeitspflege als letztes auftragen (vor dem Make-up)
  2. Ausreichende Menge: Großzügig auf das gesamte Gesicht + Ohren, Hals und Dekolleté
  3. Alle 2–3 Stunden nachauftragen: Besonders bei Outdoor-Aktivitäten. Puder- oder Mist-Sonnenschutz verwenden
  4. Chemische Filter: 20–30 Minuten vor dem Ausgehen auftragen
  5. Ganzjährig verwenden: Auch an bewölkten Tagen erreichen 90 % der UVA die Haut; Glas hält UVA nicht auf

Zusätzliche Tipps

  • Lassen Sie Basisprodukte und Sonnenschutz ausreichend einziehen, bevor Sie weiterschminken (verhindert Abperlen)
  • Wenn ein Sonnenschutz allein nicht ausreicht, lässt sich mit einem Cushion oder einer Foundation mit UV-Schutz ergänzen
  • Auch an Tagen, an denen Sie keinen Sonnenschutz tragen möchten, hilft eine BB-Cream oder ein getönter Feuchtigkeitsspender mit SPF 15 oder mehr

Konsequenter Sonnenschutz ab den Zwanzigern reduziert kumulativen Hautschaden und sorgt in den Vierzigern und Fünfzigern für einen deutlich besseren Hautzustand.

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Medizinischer Haftungsausschluss

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